Mehr als 14.000 Händler plädieren für freien Online-Handel
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Mehr als 14.000 Händler plädieren für freien Online-Handel

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„Choice in eCommerce“ übergibt Petition an EU-Kommissions-Vize-Präsidenten Olli Rehn

Die Initiative „Choice in eCommerce“ übergibt eine Petition für Angebotsvielfalt und Innovation im Online-Handel, die von mehr als 14.000 Online-Händlern unterzeichnet wurde, an den Vize-Präsidenten der Europäischen Kommission Olli Rehn. Laut einer Studie von „Choice in eCommerce“ spüren bereits rund 60 Prozent der Online-Händler durch Handelsbeschränkungen negative Auswirkungen. Handelsbeschränkungen gefährden nicht nur Arbeitsplätze, sondern schaden auch den Verbrauchern, da sie zu höheren Preisen und geringerer Angebotsvielfalt führen. Brüssel, 17. Dezember 2013. „Choice in eCommerce“, die Initiative für Angebotsvielfalt und Innovation im Online-Handel, hat heute eine Petition mit mehr als 14.000 Unterschriften von Online-Händlern aus ganz Europa an Olli Rehn, den Vize-Präsidenten der Europäischen Kommission, übergeben. Die Petition fordert Hersteller und Markeninhaber dazu auf, von Handelsbeschränkungen oder Verboten für Online-Händler abzusehen. Zahlreiche Hersteller versuchen derzeit, Online-Händlern die freie Nutzung des Internets zu verbieten, teilweise auch den Verkauf ihrer Waren über Online-Marktplätze. Die Übergabe der Petition fand heute im Rahmen einer hochrangigen Veranstaltung in Brüssel zu dem Thema „Wettbewerbsfähigkeit in Europa wiederherstellen – Die Rolle eines funktionierenden Digitalen Binnenmarktes für kleine und mittelständische Unternehmen“ statt.

Branchen- und länderübergreifende Umfrage mit über 2.000 Teilnehmern

Eine von „Choice in eCommerce“ initiierte aktuelle europaweite und branchenübergreifende Umfrage unter mehr als 2.000 Online-Händlern zeigt deutlich, dass viele Händler Verkaufseinschränkungen für den Online-Handel als bedrohlich wahrnehmen: Laut den Ergebnissen spüren rund 60 Prozent der Befragten dadurch negative Auswirkungen, einige Händler befürchten sogar eine Insolvenz. Die Umfrage verdeutlicht außerdem die negativen Konsequenzen der Beschränkungen für den Handel zwischen den EU-Ländern. „Die Antworten, die wir bekommen haben, zeigen, dass einseitige Handelsverbote Händlern den Zugang zu Kunden erschweren und sie deshalb Umsatzeinbrüche fürchten. Das schadet den Unternehmen und schränkt ihre unternehmerische Freiheit ein – insbesondere kleinere und mittelständische Einzelhändler sind davon betroffen. Zudem limitieren Verkaufsverbote die Produktauswahl und Transparenz für Verbraucher. Wir begrüßen deshalb die Untersuchungen der Europäischen Kommission wegen möglicher Einschränkungen des Online-Handels und fordern die Politik dazu auf, unnötigen Beschränkungen des Online-Handels durch Hersteller effektiv entgegenzuwirken“, erklärt Oliver Prothmann, Gründer und Sprecher von „Choice in eCommerce“.

EU-Kommission befürchtet steigende Verbraucherpreise

Die Europäische Kommission untersucht derzeit das Problem der Einschränkungen im Online-Handel. Erst kürzlich veranlasste sie in mehreren Mitgliedstaaten unangemeldete Kontrollen in Geschäftsräumen von Unternehmen, die unter Verdacht stehen, Einschränkungen für den Online-Verkauf von Unterhaltungselektronik und Elektrogeräten ausgesprochen zu haben. Laut der Europäischen Kommission könnten die Einschränkungen zu höheren Verbraucherpreisen führen und die Verfügbarkeit der Produkte über bestimmte Online-Vertriebskanäle einschränken. „Innovation und die unternehmerische Dynamik der kleinen und mittelständischen Einzelhändler sind der Schlüssel für Wachstum in Europa. Da das Internet zunehmend zum modernen Handelsweg wird, werden Einschränkungen im Online-Handel sorgfältiger überprüft werden müssen, um sicherzustellen, dass die Europäische Union einen Kurs verfolgt, der auf wirtschaftliches Wachstum ausgerichtet ist. Wir müssen einen freien Online-Handel garantieren und unnötige Einschränkungen vermeiden“, sagt James Waterworth, Vize-Präsident der Computer and Communications Industry Association (CCIA). Diese Einschränkungen haben zudem einen direkten Bezug zu Arbeitsplätzen und Innovation. Der europäische Umsatz von Waren und Dienstleistungen online belief sich 2012 auf EUR 311,6 Milliarden. Die Anzahl der Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt von der B2C Online-Handelsbranche abhängen, wird auf 2 Millionen geschätzt[1]. Studien zeigen, dass der mobile Handel das zukünftige Wachstum der Branche vorantreiben wird. Hierfür sind Innovationen im Bereich der Technik und neue Geschäftsmodellen nötig, die insbesondere durch schnell agierende und innovative Online-Händler vorangetrieben werden können. Dies steht auf dem Spiel, wenn es den Herstellern gelingt, die vollständige Kontrolle über den Internet-Handel zu erlangen.

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Über Choice in eCommerce

Choice in eCommerce ist eine im April 2013 von Oliver Prothmann in Berlin gegründete Initiative von Online-Händlern. Prothmann, Gründer des Multi-Channel-Tools chartixx (www.chartixx.com), ist seit Jahren eng mit der Online-Handels-Community verknüpft und ist Experte für Handel auf Online-Marktplätzen. Seit zwei Jahren beobachten Prothmann und viele Mitglieder der Händler-Community mit wachsender Sorge die negativen Auswirkungen von Plattformverboten, die besonders kleine und mittelgroße Verkäufer treffen. Die Initiative wird auch vom Bundesverband Onlinehandel (BVOH) und der Computer and Communications Industry Association (CCIA) unterstützt.

Über CCIA

CCIA ist eine internationale Nonprofit-Mitgliedschaftsorganisation, die Unternehmen in der Computer-, Internet-, Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche repräsentiert. Insgesamt beschäftigen CCIA Mitglieder fast eine halbe Million Arbeitnehmer und erzeugen zirka 250 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz. CCIA steht für offene Märkte, offene Netzwerke und für einen fairen und offenen Wettbewerb in der Computer-, Telekommunikations- und Internetbranche. Unsere Organisation betreut unsere Mitglieder aus drei Büros in Brüssel, Genf und Washington DC.

Petition, Fotos und Logos
http://www.choice-in-ecommerce.org/news-presse/nachrichten/

Medienanfragen an

Christoph Blase
Initiative „Choice in eCommerce“
c/o Publiplikator GmbH
Königstraße 2, 14163 Berlin, Germany
eMail press@choice-in-ecommerce.org
Tel +49 30 200898-31
Fax +49 30 200898-99

Jakob Kucharczyk

Computer & Communications Industry Association

6 Rond Point Schuman, 1040 Brussels, Belgium

eMail jkucharczyk@ccianet.org

Tel +32 492 887 943

[1] Ecommerce Europe Report 2013

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