Deutsche Post DHL erhöht die Paketpreise für Geschäftskunden mit Januar 2021
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Deutsche Post DHL erhöht die Paketpreise für Geschäftskunden mit Januar 2021

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Preisanpassung zum Jahreswechsel, gleichzeitig mit der Mehrwertsteuer-Rückumstellung

Am 29. September 2020 kommuniziert die Deutsche Post DHL die Preisanpassung. Als Begründung für die Erhöhung benennt Deutsche Post DHL:

  • Gestiegene Transportkosten,
  • höhere Personalkosten sowie
  • die großen Investitionen für den Ausbau der Post- und Paketinfrastruktur.

Zum neuen Jahr können sich Geschäftskunden also auf steigende Kosten einstellen.

Besonders schwere Paketsendungen über 20 Kilogramm sind betroffen. Sie in der Sortierung und Auslieferung mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden. Deren Handhabung sei durch die Corona-Schutzmaßnahmen zusätzlich erschwert.

Was noch?

Externe Effekte werden einbezogen. Der bestehende Mautzuschlag wird durch einen CO2-Zuschlag auf jede Paketsendung ergänzt. Dieser resultiert aus dem im November 2019 beschlossenen Klimapaket der Bundesregierung und tritt zum 1. Januar 2021 in Kraft.

Die Preiserhöhungen betrifft (laut Lebensmittel Zeitung) Geschäftskunden mit mindestens 200 Paketen pro Jahr. Er gilt laut DHL sowohl für Geschäftskunden mit Listenpreisen als auch für Geschäftskunden mit individuell vereinbarten Konditionen. Die Erhöhungen beziehen sich auf den DHL Paketversand und betreffen nicht das nationale und internationale Express-Geschäft.

Offene Fragen…

Ist das das richtige Signal von Deutsche Post DHL, wenn der stationäre Geschäfte gerade verstärkt versucht im Onlinehandel Fuß zu fassen? Welche Effizienz-steigenden Maßnahmen könnten helfen, die Kosten zu senken? Nutzt man Corona zur Gewinnmaximierung? …

Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverband Onlinehandel e.V. sagt:

„Wir empfinden die angekündigten Preisanpassungen als überraschend in dieser herausfordernden Zeit. Die Erhöhung erfolgt gleichzeitig mit der Mehrwertsteuer-Rückumstellung, dem Jahresabschluss und in einer vermutlich wieder gravierenden Pandemie-Situation – also auch zeitlich fraglich. Es trifft einmal mehr die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die insbesondere während Corona die Hauptlast der Versorgungslage tragen. Nun müssen sie sich einmal mehr mit steigenden Kosten auseinandersetzen.“

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